04.03.2026
Mehr Schülerlotsen für Floridsdorf: Papai sieht Chance in Zivildienst-Reform
Sichere Schulwege sind in Floridsdorf seit Jahren ein wichtiges Thema – doch bauliche Maßnahmen allein reichen nicht aus. Bezirksvorsteher Georg Papai nutzt die aktuelle politische Debatte über eine Verlängerung des Zivildienstes, um eine konkrete Forderung zu stellen: mehr amtliche Schülerlotsen für den wachsenden Bezirk.
Derzeit werden Schulwege in Floridsdorf überwiegend von Zivildienern und engagierten Eltern aus den Schulvereinen begleitet. An stark befahrenen Straßen reicht das nicht mehr aus. Elternvereine wünschen sich deshalb mehr regelmäßig eingesetzte, amtliche Schülerlotsen.
„Bauliche Maßnahmen sind wichtig, aber sie ersetzen nicht die Aufmerksamkeit und Unterstützung durch Menschen vor Ort", betont Papai.
Der Bezirk investiert jährlich zwischen 150.000 und 200.000 Euro in die Schulwegsicherheit: neue Schutzwege, breitere Fahrbahnen und bessere Sichtachsen gehören dazu. Zusätzlich erhalten alle rund 3.000 Schulanfänger*innen zum Schulstart einen Schulwegplan sowie ein Reflektorarmband.
Floridsdorf ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen – und mit dem Bezirk auch der Verkehr. Für Papai ist deshalb klar: Infrastruktur braucht personelle Unterstützung.
Sollte der Grundwehrdienst – und damit auch der Zivildienst – verlängert werden, will Papai diese Kapazitäten gezielt für Schülerlotsen nutzen. „Der Schulweg ist meist der erste Weg, den Kinder allein im Straßenverkehr bewältigen müssen. Gerade deshalb brauchen sie möglichst viel Unterstützung", so der Bezirkschef.
Eine mögliche Zivildienstverlängerung wäre damit nicht nur eine sicherheitspolitische Maßnahme – sondern auch ein konkreter Beitrag zur Alltagssicherheit von Kindern.
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